Was fang` ich armer Teufel an?

Was fang` ich armer Teufel an?
Die Gelder sind verzehret;
Mein Hab und Gut ist all` verthan,
Der Beutel ausgeleeret;
Und daraus folgt der harte Schluß,
Daß ich aus Dorpat wandern muß.
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Und Wäsche hab` ich auch nicht mehr,
Als nur ein einzig Hemde,
Das thut mir in der Seele weh
Und däucht mir gar zu fremde.
Ein`n alten Gottfried hab` ich noch,
Der hat am Arm ein großes Loch.
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Nach Hause kann ich auch nicht mehr,
Da hat man mich vergessen,
Seitdem ich Doctor worden bin
Im Saufen und im Treffen,
Gespielt, getanzt und commersirt
Und die Gesundheit ruinirt.
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In meiner Stub` ist alles leer,
Da ist nichts mehr zu finden,
Als nur ein altes Mordgewehr,
Das will ich um mich binden
Und gegen die Franzosen zieh`n,
Vielleicht wird da mein Glück noch blüh`n.
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Das Beste ist, ich werd` Soldat
Und ziehe fort zu Felde,
Da finden keine Sorgen statt
Und mangelt`s nicht an Gelde.
In einer Schlacht, da soll es sein,
Wo ich will schlafen ruhig ein.
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Und werd` ich dann gestorben sein,
So habt mit mir Erbarmen;
Hüllt mich in warmen Kuhmist ein,
Tragt mich auf euren Armen!
Dann bin ich trefflich balsamiert
Und euch zu Ehren konserviert.
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Teosest